Webspinne, Kreuzspinne (Araneus)

Die am häufigsten vorkommende Art der Spinnen ist die sogenannte Webspinne, die über 40 000 verschiedene Arten zu verzeichnen hat. Die bekannteste unter ihnen ist die Kreuzspinne, die auch hierzulande weit verbreitet ist.
Ihre Netze kann man überall bestaunen, am liebsten spinnt sie diese an Hauswänden, Fenstern oder Bäumen, wo sie geduldig, in unmittelbarer Nähe, auf potenzielle Beute wartet. Dabei zeichnet sich die Webspinne vor allem durch ihre extraintestinale Verdauung aus, mit dessen Hilfe sie ihre Beute problemlos aussaugen kann.
Tagsüber verbringt sie die meiste Zeit in ihrem Versteck, erst mit Einbruch der Dunkelheit beginnt sie aktiv zu werden.

Webspinne Phidippus Putnami

Der Körper zeichnet sich durch viele Besonderheiten aus

Allgemeingültig wird der Körper der Webspinne in zwei Hauptteile untergliedert, die sich aus dem Prosoma und Adomen zusammensetzen. Ersteres besteht aus dem Kopf- und Brustbereich und kann zusammenfassend auch als Vorderkörper bezeichnet werden. Als Adomen wird der weiche Hinterleib der Spinne bezeichnet. Typisch für diese Art sind ihre 8 Punktaugen, die sich am vorderen Prosoma befinden. Dadurch lässt sich vermuten, dass die Webspinne ausgezeichnet sehen können müsste, doch hier stellt sich das Gegenteil heraus.


Das Sehen gehört nicht zu ihren Stärken, stattdessen erkundet sie ihre Umgebung mithilfe ihrer Beinhaare, den sogenannten Becherhaaren, wodurch sie die geringsten Erschütterungen von Feinden oder potenzieller Beute bereits aus einiger Entfernung spüren kann. Damit stellen die Becherhaare das wichtigste Sinnesorgan dieser Spinne dar.
Ebenso notwendig sind ihre Kieferklauen, die man auch als Chelizeren bezeichnet und beim Beutefang ein wichtiges Hilfsmittel darstellen. Hat die Spinne ihr Opfer erspäht, setzt sie zum Giftbiss an, dabei injiziert sie diesem ihr Gift, das zu Lähmungen und letztendlich zum Tode des Opfers führt.

Webspinnen

Die Webspinne geht auf Beutefang

Eine Webspinne nutzt die Fähigkeit des Spinnens zum Beutefang, das aufgrund ihrer Spinndrüsen und Spinnwarzen machbar ist. Dies ermöglicht ihr in gerade einmal einer Stunde eine stabile Netzkonstruktion zu errichten, die dabei einem ganz speziellen Muster folgt.
Damit das Netz gut gesichert ist, wird es an den Enden an geeigneten Stellen befestigt. Täglich muss die Webspinne diese Konstruktion erneuern, da es immer wieder zu Schäden kommt. Ist dieses komplett fertiggestellt, harrt die Spinne in ihrem Versteck aus, bis sie an dem Netz Erschütterungen wahrnimmt.


In Sekundenschnelle rennt sie zu ihrer potenziellen Beute und injiziert ihr Gift, das tödlich für das Opfer endet. Hier kommt nun die extraintestinale Verdauung zum Einsatz, die die Beute regelrecht verflüssigt, so dass die Spinne ihre Beute aussaugen kann. Dies ist notwendig, da Spinnen keine Zähne besitzen und zudem einen recht kleinen Mund haben.

Die bekannteste Webspinne ist die Kreuzspinne

Eine Begegnung mit einer Kreuzspinne ist hierzulande etwas vollkommen Normales. Besonders gerne spinnt die Kreuzspinne ihre Netze an Hauswänden, so dass man fast täglich mit ihr Bekanntschaft macht.
Sie zeichnet sich vor allem durch ihr Kreuz auf dem Rücken aus, was sich bei genauem Hinschauen als eine Aneinanderreihung von mehreren weißen Punkten entpuppt. Diese Kombination lässt es von weitem wie ein Kreuz aussehen, woraufhin die Kreuzspinne auch ihren Namen erhalten hat.