Weberknechte

Weberkecht Weberknechte ordnen sich in die Gruppe der Spinnentiere ein, die hierzulande auch als Schneider, Schuster oder langbeiniger Opa bekannt sind. Der überwiegende Teil der weltweit über 4000 bekannten Arten lebt in tropischen- und subtropischen Regionen. Hier halten sie sich vorzugsweise in der Bodenschicht, in Parks oder in Wäldern auf, wo sie meist in die Nacht auf Beutefang gehen. Dabei bleibt ihnen der Netzbau aufgrund ihrer fehlenden Spinndrüsen als Hilfestellung verwehrt. Stattdessen können die meisten Arten von langen und schlanken Beinen profitieren, mit denen sie sich im Gefahrenfall auch zur Wehr setzen können, indem sie wild aber gekonnt um sich schlagen. 
Ihr äußeres Erscheinungsbild zeichnet sich durch eine Besonderheit ab, aufgrund dessen sie sich klar von der Spinnenart Webspinne unterscheiden kann. Typisch für Weberknecht Spinnen ist dabei ihr ganzheitlicher Körper, der eine Länge von 2 und 22 mm aufweisen kann.

Der Körperbau der Weberknecht Spinnen

Diese Spinnenart zeichnet sich durch verschiedene Merkmale aus, wodurch sie sich stark von ihren Artgenossen abzeichnet. Anders als bei anderen Arten verfügen Weberknecht Spinnen über einen einheitlich verlaufenden Körperbau, da der Vorder- und Hinterkörper miteinander verwaschen ist, wodurch keine klare Trennung ersichtlich ist und lässt ihren Körper meist oval und gedrungen wirken. Einige Weberknecht Spinnen zeichnen sich durch mikroskopisch kleine Dornen aus, die meist sehr farbintensiv erscheinen. Allerdings ist über dessen Nutzen bisher erst sehr wenig bekannt. 

Die meisten Arten profitieren von sehr langen Beinen, die ihnen nicht nur ein sicheres Gefühl beim Erkunden der Umgebung verleihen, sondern zugleich auch als Abwehrwaffe von Nutzen sein können. Zusätzlich dienen sie ihnen als Fühler- und Tastorgan, um sich auf diese Weise besser orientieren zu können und Beute rechtzeitig zu erspähen. 

Im Gefahrenfall wissen sie sich gekonnt zu helfen

Fühlt sich ein Weberknecht bedroht, kann er sich nicht mit einem gekonnten Giftbiss wie so manch andereSpinnenart zur Wehr setzen. Stattdessen profitieren sie von ihren sogenannten Stinkdrüsen und ihren langen Beinen, mit denen sie ihre Angreifer gekonnt in die Flucht schlagen können. Die Arten, die über lange Beine verfügen, schlagen im Gefahrenfall um sich und versuchen auf diese Weise ihren Feind zu verjagen.

Eine weitaus unangenehmere Variante kommt durch die Stinkdrüsen dieser Spinnen zustande, die sich am Hinterleib befinden und Gift absondern können. Unter einem starken Druck werden sie ihrem Gegenüber regelrecht entgegen geschossen. Diese sekretartige Flüssigkeit verfügt über einen Giftstoff, der je nach Spinnenart über eine unterschiedliche Konzentration verfügt.

In den meisten Fällen führt es bei Feinden zur Betäubung, kann allerdings in hohem Maße auch tödlich verlaufen. Zwar ist bisher noch wenig über dieses Gift bekannt, doch bei einigen Weberknecht Spinnen soll es laut Forschungen über eine antibiotische Wirkung verfügen, von dem dieSpinnen bei Verletzungen auch selbst profitieren können.

Weberknechte bevorzugen unterschiedliche Lebensräume

Je nach Spinnenart lebt der Weberknecht in unterschiedlichen Regionen und Bereichen. Zwar kommen sie weltweit vor, doch der meiste Teil von ihnen ist in den tropischen- und subtropischen ansässig. Einige bevorzugen eher die Bodenregionen von verschiedenen Biotopen, andere leben überwiegend in Wäldern oder Parks.

Die meisten gehen in der Nacht auf Beutefang und ernähren sich dann überwiegend von mikroskopischen kleinen Gliederfüßlern oder Insekten. Allerdings weiten sie sich aufgrund der steigenden Urbanisierung immer mehr auf die Stadtregionen aus, wo sie vor allem im Winter oft in Häusern anzutreffen sind. Aufgrund dessen hat sie die Zahl dieser Spinnenart so rapide verringert, dass mittlerweile einige Arten gefährdet sind.

Weitere Spinnenarten: