Walzenspinne

Die Walzenspinne reiht sich in die Klasse der Spinnentiere ein und ist weltweit mit 900 Arten vertreten. Dabei bevorzugen die meisten von ihnen trockene Gegenden wie Wüsten und Steppen, in denen sie sich tagsüber gerne in ihren Verstecken aufhalten und erst mit Einbruch der Dunkelheit aktiv werden. Sie gehören zu den Spinnentieren, die sich engagiert als Jäger versuchen um möglichst schnell an potenzielle Beute zu gelangen. Mithilfe ihrer Fühlertaster und scharfen Chelizeren ist der Beutefang für sie relativ unkompliziert, so dass sie sich neben Insekten und anderen Spinnen manchmal sogar für kleine Reptilien entscheiden. Durch ihr sehr aggressives Verhalten wird die Haltung einer Walzenspinne nur erfahrenen Terraristikern empfohlen. 

Walzenspinne

Eine fossile Erscheinung

Das Aussehen einer Walzenspinne ähnelt aufgrund ihres Körperbaus und ihrer langen behaarten Beinen stark dem eines Skorpions. Dabei kann sich die Körperlänge dieser Spinnentiere auf bis zu 7 cm belaufen. Vor allem kennzeichnet ihr vorderes Beinpaar die Walzenspinne, das wie Fühler als Tastorgan agiert und ihr beim Beutefang als Hilfsmittel dient. Auch ihre scharfen Chelizeren sind charakterlich für die Walzenspinne, die sie gekonnt zum Zerkleinern ihrer Beute in Gebrauch nimmt. Der gesamte Hinterkörper und die Beine dieserSpinnentiere sind leicht bis dicht behaart.  Auffallend an ihnen ist ihre Schnelligkeit, die ihnen vor allem auf der Flucht vor Feinden zu gute kommt. Allerdings besitzen sie nur Tracheen, was ihnen eine lange Ausdauer verwehrt und sie daher bei langen Wegen zu Pausen zwingt.

Eine Walzenspinne bevorzugt trockene Regionen

Die meisten Arten dieser Spinnentiere leben in Wüsten und Savannen, wo sie sich vorzugsweise am Tag in ihren Verstecken aufhalten. Diese sind meist in Höhlen oder unter Steinen zu finden und erst mit Einbruch der Dunkelheit verschlägt es sie auf Beutefang. 

Sie gehen aktiv auf die Jagd

Viele Spinntiere warten bis potentielle Beute in Reichweite ist und gehen erst dann zum Angriff über.Walzenspinne gehen hingegen deutlich aktiver vor und nutzen hierfür ihr vorderes Beinpaar, das als Fühler potenzielle Beute ertastet. Ist diese gefunden, greifen die starken Pedipalpen fest zu, so dass die Beute nicht mehr entfliehen kann und der Walzenspinne nun schutzlos ausgeliefert ist. Anschließend kommen die scharfen Chelizeren zum Einsatz, die das Opfer zerkleinern.

Ihr Beißwerkzeug verfügt über solch eine Schärfe, dass sogar Säugetiere oder Reptilien schwere Wunde bei einem Angriff davon tragen können. Mit ihnen ist die Walzenspinne sogar in der Lage Gestein zu verkleinern, was die enorme Schärfe und Kraft dieser Chelizeren wiederspiegelt. Auch für den Menschen kann solch ein Angriff schmerzhaft verlaufen und kann Infektionen mit sich ziehen, so dass sich nur erfahrene Terraristiker für den Kauf einer Walzenspinne entscheiden sollten. Auf ihrem Beutefang bevorzugen diese Spinnentiere meist Insekten aller Art, allerdings gehören zu ihren Beutetieren auch Webspinnen und Skorpionen. Sogar andere Walzspinnen und kleine Reptilien zählen zu ihren bevorzugten Speisen. 

Sie weisen ein aggressives Verhalten auf

Zwar besitzen diese Spinnentiere keinerlei Giftdrüsen mit denen sie sich bei Bedrohung oder Gefahr zur Wehr setzen können, stattdessen setzen sie in solch einer Situation ihre Chelizeren ein. Mit ihnen fühlen sie sich so sicher, dass sie es auch manchmal mit weitaus größeren Feinden aufnehmen. Allerdings tun sie dies nur bei Bedrohung und nicht, weil sie auf Beutefang sind. Keineswegs tun dies also aktiv, daher ist ein Angriff im Terrarium auch meist sehr unwahrscheinlich und auf ein Fehlverhalten des Terraristikers zurückzuführen.