Vogelspinnen Biss

Auch heutzutage ist noch weit verbreitet, dass Vogelspinnenbisse für den Menschen giftig oder gar tödlich verlaufen können, was keinesfalls den Fakten entspricht. Eine Vogelspinne greift ausschließlich bei Reizung oder Gefahr an, dabei geht sie allerdings niemals mutwillig vor. Einem gesunden erwachsenen Menschen kann der Biss einer Vogelspinne nur wenig anhaben, lediglich leichte Folgeerscheinungen kann er mit sich ziehen, die meist innerhalb kürzester Zeit wieder schwinden. Für eine Vogelspinne dient diese Vorgehensweise als Schutz vor Feinden und als Hilfsmittel für den Beutefang.

Vorgehensweise einer Vogelspinne beim Giftbiss

Fühlt sich die Vogelspinne von einem Feind, der in ihr Territorium eindringt bedroht, kann sie je nach Art unterschiedlich stark aggressiv darauf reagieren. Ist das Aggressionspotenzial besonders ausgeprägt, kann die Spinne bereits nach einer geringen Reizung angreifen. Dementsprechend sollte sich der Halter bereits vor dem Kauf ausführlich über die Verhaltensauffälligkeiten seines Wunschobjektes informieren, damit er sich diesem angemessen anpassen und im heiklen Moment richtig reagieren kann.

Vogelspinnen verfügen über Giftklauen, die man auch als Chelizeren bezeichnet, in denen sich das Gift befindet, das beim Spinnenbiss in den Feind injiziert wird. Bereits nach kurzer Zeit machen sich bei dem Feind erste Anzeichen des Giftes bemerkbar, so dass dieser sofort die Flucht aufsucht. Vogelspinnen setzen sich mit diesem gekonnten Spinnenbiss nicht nur vor Feinden zur Wehr, sondern wenden diese Methode auch beim Beutefang an. Für Kleinstlebewesen verläuft ein Spinnnenbiss weniger glimpflich wie es bei Menschen oder größeren Wirbeltiere der Fall ist, denn bei Ersteren führt er in kürzester Zeit zum Tode.

Die Dauer hängt hier von der Intensität des Giftes ab, die je nach Spinnenart variieren kann. Dabei führt ein Spinnenbiss zur Lähmung mit anschließender Verdauung des Opfers, was ihnen ein Aussaugen ihrer Opfer ermöglicht. Dies ist für eine Vogelspinne lebensnotwendig, da sie ihre Nahrung aufgrund ihrer fehlenden Zähne nicht zerkauen können.

Beschwerden

Der Biss einer Vogelspinne ist im Normalfall für den Menschen unvollkommen harmlos, so dass nur leichte Beschwerden zu vermelden sind. Diese können sich durch eine Rötung oder einen Juckreiz äußern. Meist kommen noch brennende Schmerzen hinzu, die einen an den Stich einer Wespe erinnern. Diese Symptome können allerdings recht unterschiedlich stark verlaufen. Manchmal kann ein Spinnenbiss auch allergische Reaktionen hervorrufen, so dass die genannten Beschwerden stärker und intensiver ausfallen können.

Auch bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder bei Kindern kann ein Spinnenbiss schlimmere Folgen mit sich ziehen. Manchmal können dann Symptome wie ein Schwindelgefühl, Schwitzen, Atemnot und gar Bewusstlosigkeit auftreten. In diesem Fall sollte man unbedingt ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Allerdings sind dies Ausnahmefälle, die nur sehr selten vorkommen.

Das Verhalten der Vogelspinne sollte man richtig deuten

Fühlt sich die Vogelspinne gereizt, geschieht es meist in Sekundenschnelle, so dass man dem Biss kaum noch etwas entgegenzusetzen hat. Deshalb sollte man bereits vor dem Griff ins Terrarium das Tier genauestens beobachten und daraufhin sein weiteres Vorgehen entscheiden. Zeigt die Spinne aggressive oder launische Verhaltensweisen auf, sollte man sein Vorhaben verschieben. Vor einem Spinnenbiss signalisiert sie meist mit dem Aufstellen und Schleudern ihrer Beine, dass sie sich umgehend zur Wehr setzen wird, wenn kein Rückzug von seiner des Feindes angetreten wird.

In manchen Situationen muss eine Vogelspinne aus dem Terrarium entfernt werden, so dass man mit der Spinne direkt in Kontakt kommt. Die Gefahr in solch einer Situation gebissen zu werden ist natürlich besonders hoch. Um diesem entgegenzuwirken, kann man einige bestimmte Handgriffe anwenden, um sich gekonnt vor einem Spinnenbiss zu schützen.