Geißelspinne

Geißelspinne

Eine Ordnung der Spinnentiere ist die Geißelspinne, von denen 60 Arten weltweit vertreten sind. Hauptsächlich sind sie dabei im tropischen und subtropischen Regenwald von Asien und Amerika anzutreffen. Sie zeichnen sich vor allem durch ihre markante äußere Erscheinung aus, da diese durch eine sehr flache Körperform und durch besonderes Mundwerkzeug auffällt. Desweiteren sind ihre langen Fühlerbeine sehr hervorstechend und dienen der Geißelspinne als Hilfsmittel für das Ertasten ihrer Umgebung und Beute. Bei drohender Gefahr können sie sich nicht wie andere Spinnentiere mit Abwehrmechanismen zur Wehr setzen. Aufgrund dessen besitzen sie die Fähigkeit sich gekonnt seitlich fortzubewegen, um sich auf diese Weise in Sekundenschnelle vor Feinden zu schützen.

Ein auffallendes Erscheinungsbild

Die Geißelspinne verfügt über einen sehr markanten Körperaufbau, der eine Länge von bis zu 45 mm aufweisen kann und insgesamt vier Beinpaare besitzt. Wie auch bei anderen Spinnenarten wird dieser in zwei Bereiche aufgeteilt, die sich in einen flachen Vorderkörper und einem ovalen Hinterkörper gliedern lassen. Besonders auffallend sind zudem ihre Mundwerkzeuge, die man als Pedipalpen bezeichnet, scherenartig aufgebaut und mit spitzen Dornen besetzt sind.

Diese dienen ihnen als hilfreiches Werkzeug beim Beutefang, um ihre Nahrung mundgerecht zu zerkleinern. Auch die zwei langen Antennen, die wie Fühler nach vorne gerichtet sind und eigentlich das vorderste Beinpaar darstellen, sind ein typisches Merkmal dieser Spinnentiere. Dabei können diese eine Spannweite von bis zu 30 cm erreichen, was ihnen ein Ertasten der unmittelbaren Umgebung ermöglicht. Meist ist die Färbung dieser Spinnentiere sehr unauffällig und schlicht, so dass man sie in freier Natur nur selten zu sehen bekommt. Die meisten Arten weisen eine bräunliche oder graue Farbe auf, die mit einem Muster versehen ist, das sich aus vielen Streifen zusammensetzt. Anders als andere Spinnentiere verfügen Geißelspinnen über keinerlei Abwehrmechanismen, die sie bei drohender Gefahr einsetzen können.

Der Beutefang der Geißelspinne

Da die Geißelspinne weder über Giftdrüsen noch über andere Abwehrmechanismen, wie andere Spinnentiere verfügt, besitzt sie sogenannte Pedipalpen. Diese Beißwerkzeuge weisen eine scherenartige Form auf und verfügen über Dornenaufsätze, die ihnen den Beutefang vereinfachen.

Mithilfe ihrer Antennen tasten sie sich durch ihre Umgebung bis sie ein potenzielles Opfer gefunden haben. An dieser Stellen kommen die Pedipalpen zum Einsatz, die das Beutetier töten und zerkleinern. Bei ihrer Nahrungssuche bevorzugen sie besonders Grillen, Motten oder andere kleine Gliederfüßer.

Sie verfügen über keinerlei Abwehrmechanismen

Da sie bei Gefahr gezwungen sind fort zu laufen, besitzen sie die Fähigkeit besonders schnell rennen zu können. Bemerken sie mithilfe ihrer Antennen, dass sich in unmittelbarer Nähe ein Feind befindet, bleibt ihnen keine andere Wahl als schnell das Weite zu suchen. Allerdings tun sie dies überwiegend seitwärts, was ihnen aufgrund ihrer langen und schmalen Beine ermöglicht wird. Bietet ihnen diese Variante zu wenig Erfolgschancen, versuchen sie sich ihrem Feind gegenüber tot zustellen und darauf zu hoffen, dass dieser uninteressiert weiter zieht.

An ihren Lebensraum werden keine konkreten Forderungen gestellt

Ob in den Savannen Afrikas oder den tropischen und subtropischen Gebieten von Asien und Amerika, überall auf der Welt ist die Geißelspinne zu finden. Daher fühlen sie sich in Ländern mit einer hohen Luftfeuchtigkeit und in trockenen Gebieten gleichermaßen wohl. Dabei legen sie sich bei der Standortwahl ihres Versteckes nicht direkt fest. Sie leben in in Höhlen oder Löchern im Boden, ebenso gerne wie in Sträuchern oder auf Bäumen. Vor allem bevorzugen sie dabei Felsspalten oder eine morsche Baumrinde als Versteck.